Peter Lichtenberger Verlag

 

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Pressebericht OÖ-Nachrichten, 22. April 2006, Wochenende Magazin, p.2

Geboren: am 21.Oktober 1970 in Enns
Beruf: Autor
Werdegang: HAK in Perg, Bundesheer in Wien, Informatikstudium in Linz (Schwerpunkt Statistik und Projektmanagement); EDV- und Projektleiter für verschiede Firmen (unter anderem dem Maschinenring), 2000 Inbetriebnahme der Homepage www.imperium-romanum.com (500.000 Klicks im Vorjahr), 2004 Gründung des Peter Lichtenberger Verlags (PLV)
Familienstand: ledig
Grösster Wunsch: Glück, Gesundheit sowie genug Geld übrig für eine römische Offiziersuniform samt Toga

Vom Legionär zum Buchautor

2006 nach Christi Geburt. Ganz Oberösterreich ist von den Römern befreit. Ganz Oberösterreich? Nein. In der kleinen Bezirkshauptstadt Perg lässt Peter Lichtenberger das römische Imperium jetzt auch nördlich der Donau auferstehen. 

Was macht ein römischer Kaiser den ganzen Tag? Diese Frage beschäftigt den Perger Peter Lichtenberger schon seit seiner Kindheit. Die Zeit der Gladiatoren und Imperatoren fasziniert ihn. Darum hat er im weltweiten Netz auch eine Homepage erstellt, die auf 1800 Seiten das Leben der Römer beschreibt. Sein Wissen über diese Zeit hat er aus Fachbüchern und Lexika. 

Ein Internet-Nachschlagewerk war dem Informatiker allerdings noch zu wenig: Also hat er begonnen, Romane aus der Zeit des Kaisers Nero zu schreiben. Warum gerade Nero? "Er war ein interessanter Mensch! Nero wird immer als wahnsinnig und als Brandstifter Roms hingestellt. Letzteres war er mit Sicherheit nicht. Ausserdem war er ein Künstler - er spielte ausgezeichnet Lyra", sagt Lichtenberger. 

In seinen bisher erschienen Büchern ("Leichtes Geld" und "Flammenmeer") gerät die Titelfigur Tiberius Caesianus in ein Netz aus Intrigen. "Die Titelfigur und ich haben viel gemeinsam. Wir suchen beide eine Freundin", sagt der Perger lachend. Auch wenn der Schauplatz der beiden Bücher Rom ist, und bekanntlich alle Wege dorthin führen, Lichtenberger selbst war noch nie in der ewigen Stadt. Darum, und weil sich Rom in den vergangenen 2000 Jahren sehr verändert hat, fällt es ihm auch nicht leicht zu schildern, wie es dort aussah. Aus diesem Grund muss sein Titelheld im dritten Buch nach Aquae (Baden) umziehen. "Dort war ich schon öfters und der Bezug zu Österreich ist auch hergestellt.", sagt Lichtenberger. Das Buch soll im nächsten Jahr erscheinen. Noch heuer will er sämtliche Ortsbezeichnungen des Bezirkes Perg in Latein übersetzen. Und das, obwohl er selbst nie Latein-Unterricht genossen hat. 

Erfrischend römische Getränke

Was Lichtenberger hin und wieder gerne geniesst ist Posca (Essigwasser) oder Mulsum (Honigwein). "Das sind zwei römische Getränke, die ich gerne gustiere - sie sind sehr erfrischend." 

Um seine Bücher zu veröffentlichen musste er einen eigenen Verlag gründen. "Ich habe viele Verlage kontaktiert, leider wollte keiner das Buch", sagte der Verleger. "Jungautoren haben es eben schwer. Den Schritt, einen eigenen Verlag zu gründen, bereue ich keinesfalls, obwohl es finanziell schon sehr eng ist und ich deshalb noch bei meinen Eltern wohne." Eine Besonderheit in seinen Büchern: es gibt kein ß, sondern nur ss. "Während meiner Zeit bei den österreichischen Legionen (Bundesheer, Anm.) habe ich auf einer Schreibmaschine gearbeitet, die auch kein ß hatte. Jetzt ist das mein Markenzeichen." 

Abschliessende Frage: Was haben römische Kaiser den ganzen langen Tag gemacht? "Sie waren bei Empfängen oder Sitzungen. Wie Politiker heute."

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